Bergheimer Entenrennen unterstützt das Projekt "Medizin im Himalaya"

Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Österreich unterstützen mit ihren "Helfen mit Hand und Herz"-Projekten verschiedenste wohltätige Hilfsprojekte weltweit – aktuell arbeitet man mit dem österreichischen Verein Chay-Ya zusammen, um medizinische Versorgung in einem nepalischen Dorf zu ermöglichen.

Nepal liegt in Südasien zwischen Indien und Tibet, über ein Drittel des Landes liegt höher als 3.000 Meter, was dem Land den Namen „Dach der Welt“ verleiht. Laut UN-Berichten ist Nepal eines der ärmsten Länder der Welt. Besonders in den entlegenen Tälern leben die Menschen in Armut und es mangelt ihnen an essentieller Infrastruktur sowie an medizinischer Grundversorgung. Nahrungs- und Hygienemangel gehören hier zum Alltag.

Eines dieser Täler ist Tsum Valley im Nordosten des Landes. Das Tal wird von ca. 5000 Menschen bewohnt und ist nur 4 Monate im Jahr durch einen 6-Tages Fußmarsch über steile enge Pfade erreichbar. Es fehlt an Infrastruktur, sanitären Einrichtungen und vor allem an medizinischer Versorgung.

Durch das Kochen auf offenem Feuer in Häusern leiden die Einwohner Tsum Valleys an Infektionen und schweren Lungenschäden, die aufgrund fehlender medizinischer Versorgung unbehandelt bleiben. Zusätzlich erschweren Krätze und Läuse das Leben.

Das Hilfsprojekt „Medizin im Himalaya“ hat sich das Ziel gesetzt, im Tal eine entsprechende Infrastruktur zu errichten und die medizinische Versorgung somit zu gewährleisten. Jährlich reist das Team um Chay-Ya gemeinsam mit freiwiliigen ÄrztInnen und HelferInnen in das Tsum-Valley. Während des 6 bis 8 Tage andauernden Fußmarsches werden ca. 2 Tonnen Hilfsgüter mit Eselkaravanen zum Dorf Lar gebracht.

Alle Mitglieder von Chay-Ya arbeiten ehrenamtlich und tragen die Kosten für die Reise selbst; die Hilfsgüter (Schulsachen, Kleidung, Medizin- und Hygieneartikel) werden durch Spenden finanziert.

Eines der Ziele ist es, eine Krankenstation an einem zentralen Ort in dem Tal zu errichten, damit die Bevölkerung zukünftig bei kleineren medizinischen Anliegen unabhängig ist. Weiters ist die Wissensvermittlung zu Hygiene und Bildung dem Verein ein Anliegen.

Das Haus mit insgesamt 60 m² wird aus 4 Räumen (2 geschlechtergetrennte Schlafräume, 1 Geburtenstation und 1 Behandlungsraum) bestehen. Durch die gewonnene Wasserkraft vom angrenzenden Fluss soll ausreichend Strom erzeugt werden um das Haus zu versorgen. Zusätzlich werden zwei BewohnerInnen in den nächsten zwei Jahren in Kathmandu zu KrankenpflegerInnen ausgebildet.

Die Gesamtkosten für die Einrichtung belaufen sich auf 40.000€. Das Bergheimer Entenrennen will dieses Projekt unterstützen, und wird daher einen Teil der Veranstaltungseinnahmen an das Hilfsprojekt spenden.

Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, direkt an das Projekt zu spenden, findet ihr unter folgendem Link:

https://www.ppoe.at/aktionen/hhh/2013_15/index.html