CaEx Winterlager 2013 Teubermühle

 

Tag 1:

Voll motiviert machten wir uns auf den langen weiten kräftezehrenden Weg durch den Wald, der überraschend schnell an der Hüttentür endete.

 

 

 

Fix und fertig von der langen Reise gelüstete es einen jeden nach Kaiserschmarrn.

Bis jedoch eben jener zum Verzehr bereit stand waren noch diverse Vorbereitungen zu treffen.
Das Holz wollte gehackt werden, die Hütte beheizt, die Gruselkabine (sprich Plumpsklo), die den Namen von der 8-äugigen Fauna erhielt, wollte vom Schnee befreit werden.

Im Außenbereich wurde das Eis vom Brunnen geschlagen, worauf hin dieser recht launisch vor sich hin plätscherte.

Das luxuriöse 12 Bett Apartment, das wechselnde Klimazonen aufwies, wurde von uns 15 Pfadfindern trotz schwierigen Leintuchdiskussionen rasch bezogen.

Der bisher ganz erfolgreiche Abend wurde von immensem Schrecken begleitet…

Es war kein Schneebesen vorhanden, und wie sollte man ohne diesen dem Kaiserschmarrn seine unglaublich luftige Konsistenz verleihen?? Richtig! Improvisieren war angesagt.

Der Kaiserschmarrn wurde spontan in Omeletts mit Apfelrädern umgearbeitet, der luftigen Konsistenz tat dies im Endeffekt keinen Abbruch.

Das Kochteam unter der Leitung von Wolfi arbeitete nun an oben besagtem Schmarrn und als dieser dann bereitet war, hörte man 20 Minuten nur mehr zufriedenes Schmausen.

Während das Abwaschteam sich um die Berge von Geschirr kümmerte säuberte der Rest der Crew die Gegend von Werwölfen.

Nachdem die Gegend von allem Bösen befreit war, war es uns eine besondere Ehre zwei Mitreisende (Oliver und Julia) in den Bund der Pfadfinder aufzunehmen.

Zu Mitternacht bemerkte ein Großteil der Gruppe, dass der abendliche Schmarrn wohl doch nicht zu ausgiebig war und es begann die Gulaschschlacht vom Mühlengrund, die ein äußerst schmutziges Ende nahm.

 

So ging nun dieser erste Abend beschau(er)lich bei Tee, Spiel und Gulasch zu Ende.

Tag 2:

Nach ausgiebigem erfrischendem Schlaf, der gelegentlich von wildem Knurren, dumpfen Grummeln, und knirschenden Zähnen unterbrochen wurde, trafen wir nacheinander in der Stubn ein und nahmen ein etwas milchbrotlastiges Frühstücksmahl zu uns.

Während sich die Abwäscher um den Abwasch kümmerten brach eine kleine mutige Gruppe ausgewählter Pfadfinder zu einem langen Marsch auf um das Verhalten eines loipenlegenden Ungeheuers und seiner Untertanen studieren zu können.

Unser Koch Wolfi machte sich in der Zwischenzeit auf eigene Faust auf um einen legendären Schatz zu finden, an dessen Auffindung bereits Generationen von Schatzsuchern Jahre zuvor gescheitert waren. Er fand den Cache und wurde seitdem nur mehr Wolfi die Nase genannt.

Nach der Rückkehr unseres Spähtrupps wurden gewaltige Schneeburgen errichtet um sich im Zweifelsfalle auch gegen jenes Ungeheuer verteidigen zu können. Zur Ablenkung errichteten die Recken recht freizügige Schneefrauen und –hunde.

Nach getaner Arbeit stand Nahrungsaufnahme im Sinne von köstlichen Kasnocken an.

Da der Gegner nach geraumer Zeit immer noch nicht aufgetaucht war, die Gemüter jedoch bereits sehr erhitzt waren, gipfelte das Ganze in der zweiten Schlacht dieses Lagers, jedoch diesmal nicht mit Gulasch sondern mit Schneebällen; die legendäre Schlacht im Teuberforst.

Nach anfänglichen schnellen Schlachtzügen kam es beim Stand von 1:1 zu einer geduldszehrenden Dauercamperei. Am Ende wurde diese von mutigen Recken, die letztendlich mit ihrer Freiheit bezahlten, beendet.

Zusammen fand man dann schlussendlich wieder bei ausgiebigem Gemampfe von geschnetzelter Pute mit Champignons und Reis.

Während des Essens flammte kurzfristig ein Streit auf ob die übriggebliebene Soße nun zum Reis oder der Reis zur Soße gegeben werden sollte.

So endete auch der zweite Abend friedlich bei Speis, Spiel und Trank.

Einigen sanfteren Gemütern stand der Sinn noch nach Lektüre und so wurde von ihnen ein Teil der Nacht dem Lesen gewidmet.

Tag 3:

Nach einer (temperaturtechnisch) heißen Nacht schlüpften wir früh aus unseren Schlafsäcken um unserem Wochenenddomizil einer Generalüberholung zu unterziehen.

Es wurde auf Teufel komm raus geputzt, geschrubbt und gewienert, bis sich im Haus kein einziger Pfadfinder mehr befand.

Die Rückreise gestaltete sich ähnlich anstrengend wie die Anreise, und so kamen wir am Sonntagmittag müde aber glücklich wieder im Pfadfinderheim Bergheim an.

Nachwort:

Ein herzlicher Dank gilt Wolfi der uns die Küche schmiss, sowie Marie und Vany, die das Lager für uns planten und sich damit ihre Challange (Abzeichen) verdienten.